BCBS 239

Im Januar 2013 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision - BCBS) die „Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung“ veröffentlicht. Die BCBS 239-Grundsätze verschärfen die regulatorischen Anforderungen an Banken und ergänzen bereits bestehende Gesetzesbemühungen, indem sie unter anderem stärkere Anforderungen an das (Gruppen)-Risikomanagement stellen. Damit sollen Banken befähigt werden, ihre gruppenweiten Risiken zu erkennen und (besser) zu managen. Das Ziel dieser regulatorischen Vorgaben ist es das Risikomanagement der Banken nachhaltig verbessern und Banken dazu zu verpflichten, Ihre Risikodaten in angemessener Zeit so aufzubereiten und auszuwerten, dass sie Ihre Risiken verantwortungsvoll steuern können.

Seit Januar 2016 sind die neuen Anforderungen von allen global als systemrelevant geltenden Finanzinstituten (G-SIBs, „global systemically important bank“) einzuhalten und sind sowohl auf Konzernebene als auch für einzelne Institute verpflichtend. Für die national systemrelevanten Banken (O-SIIs, „other systematically important institutions“) gilt eine Umsetzungsfrist von drei Jahren nach Designation durch die BaFin. Die Prinzipien wurden in abgeschwächter Form zudem im aktuellen MaRisk Entwurf berücksichtigt, der voraussichtlich bis zum 3. Quartal 2016 verabschiedet wird.

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